Mit dem Rad von Bischkek nach Westen

Peter Klein, ehemals Head of Accounting Kletterkogel,
mit dem Rad unterwegs von Bischkek, Kirgisistan, über Usbekistan
nach Westen.

Hier seine Reiseeindrücke.
 

01.10.2018
Am 1. Oktober wieder zurück in Kassel. 1.500 km Distanz und 15.000 Höhenmeter zurückgelegt. Gratulation des Kletterkogels an das Radlerteam Peter und Sven.

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27.09.2018
In wenigen Tagen fliegen wir wieder nach Deutschland, wir sind dabei Karton Verpackung für die Fahrräder für den Rückflug zu organisieren. Die letzte Strecke von samarkand nach bukhara, ca 200 km durch wüstenähnliche Steppe haben wir wegen der großen Hitze im Zug zurückgelegt. Das war immer noch heiss, aber wir mussten nicht mehr trampeln. Bei dieser trockenheit(luftfeuchte ca 35%) trocknet der Mund schnell aus. Da ist ein Liter Wasser ruck zuck im Mund verdunstet und die Flasche leer, wir fahren immer mit Reserve Wasser. Jetzt besuchen wir die uralte historische Oasenstadt Bukhara. Schauen nach ein paar Souvenirs, einen Teppich habe ich gekauft und mein Gepäck um 3 Kilo erweitert. Leider habe ich keinen fliegenden Teppich gefunden.....
 

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24.09.2018
Gestern Nachmittag und heute haben wir die historische Stadt Samarkand besichtigt, als wir die vielen Touristen sahen, wären wir zunächst am liebsten weitergefahren. Okay, wir sind auch welche. Aber wenn man Wochen lang in kleinen Ortschaften oder einfach in der Landschaft unterwegs ist, fühlt man sich der Bevölkerung zugeordnet, ausserdem müssen wir hier aufpassen, das man uns nicht überhöhte Preise berechnen will. Hatten gestern Abend eine wilde Diskussion mit dem wirt, er hat verloren gegen uns zwei Landeskenner. Die Bauwerke in dieser Stadt sind großartig, und heute Nacht ist Vollmond über Samarkand.
 

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24.09.2018
Tadschikistan ist wieder ein anderes Land und andere Leute, wirken etwas ernster als die Usbeken, die Frauen sind mehr im Vordergrund und treten selbstbewusst auf. Die Städte im Norden, die wir durchradelten, könnten auch irgendwo in südeuropa stehen. Gestern hatten wir die erste Reifenpanne, Sven hatte sich in beiden Reifen mini kleine drahtstifte rein gefahren, pumpen halt nur kurzfristig. Vormittags wurden wir bei einem kurzen Stop an der Strasse zum Frühstück eingeladen.
 

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22.09.2018
Das waren 10 Tage in kirgistan, das Land der Berge , ca. 7500 Höhen meter und 550 km liegen hinter uns, gestern Abend nach einem weiteren Tag mit berg-und Tal fährt (1200m hoch, 1400 runter) durch das flusstal des Marvin, landeten wir in einem kleinen Städtchen in einem Hotel, das derzeit renoviert wird. Unser Zimmer mit super Dusche war schön fertig. Und im Restaurant dürften wir nichts bezahlen, so gerne Gäste so n d in diesem Ort sehr selten oder nie. Touristen gibt's schon einige in kirgistan, ein Abenteuer Land fürs Trekking, hiking, Reiten.
 

Heute Mittag sind wir in Usbekistan super freundlich begrüsst worden, ein Übergang nur für Fußgänger, natürlich auch für uns Radler. Die grenzer in usbekistan schickten uns sofort an der ganzen Schlange der wartenden kirgisen vorbei, vorzugsbehandlung, und von jedem Grenzsoldat die Frage, woher, wohin, und erstaunt, alles mit dem Fahrrad? Bisschen englisch, bisschen zeichensprache, Gepäck durchleuchtet und welcome to Usbekistan und take care. Schön standen jede Menge junge Männer um uns, Change money? In grossem Plastiksäcken hatten sie das Geld, 1 Euro sind 9000 usbekische Som. Das Bild mit dem Auto mal vergrössern, Transport Spezialisten.
 

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18.09.2018
Heute ist waschtag, zunächst ausschlafen, trödel,dann waschen, essen gehen, Vorräte auf füllen. Die kirgisischen Berge liegen hinter uns, nachdem wir den intensiv blauen Toktogul stausee halb umrundet haben , stehen ca, 5500 Höhenmeter auf der ihr, hoch und runter. Beeindruckende Abfahrten, bei denen die Strasse hochkonzentriert von uns beobachtet wird, ausgewaschene teerstreifen wechseln mit fahrrinnen, Löchern und Top Strecken ab. M orgen gehts Richtung Usbekistan ins ferganatal und dann nach tadjikistan weiter, vermutlich 1woche relativ flach. So ein faulenzer Tag ist wirklich schön.
 

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16.09.2018
Jetzt haben wir die hochebene durchradelt und den 3165m Höhen al-bel Pass überquert. In der hochebene Leben hauptsächlich Nomaden mit ihren schaf-ziegen-kuh-und Pferdeherden. Heftiger Gegenwind und anhaltende Steigung haben uns zugesetzt, als wir auf ca 2900 Höhe überlegten, ob wir den Pass vor sonnenuntergang schaffen könnten, oder biwakieren sollten, winkten uns Nomaden zu und luden uns ein bei Ihnen in ihrer jurte zu übernachten. War schon lustig beim Abend essen, wir lernten gegenseitig zahlen 1-10 und diverse Worte, super Nacht in der jurte , mit Ausnahme des Autoverkehrs auf der Pass Strasse, dann heute morgen die letzten 150 Höhenmeter zum Pass und ca 40 km, teils atemberaubende Abfahrt. Manchmal so heftiger Gegenwind, dass wir bergab trampeln mussten. Morgen geht's um den Toktogul stausee.
 

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15.09.2018
Viele Kilometer sind wir in den letzten Tagen nicht geradelt, dafür haben wir unseren ersten Pass auf 3200 überquert und fahren jetzt so etwa 80 km auf der hochebene auf ca 2200 m bis zum nächsten Pass auf wieder 3200 m. Vorgestern am Pass waren wir ziemlich geschafft und haben auf etwa 2000 unser erstes Biwak errichtet. Am nächsten Morgen im frischen bachwasser uns gewaschen , Nüsse und Datteln, Bananen, Brot gefrühstückt und wieder auf die Straße. Eine halbe Stunde später stoppte die kirgische Armee und nahm uns bis oben und durch den scheiteltunnel mit. Dank an djuri und seinen Fahrer. Letzte Nacht in einem Sport resort mit Dusche und vollpension gut geschlafen.
 

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13.09.2018
Flug hat super geklappt, die Fahrräder sind in den Pappkisten gut angekommen. Wir gewöhnen uns an kräftiges essen und an holprige Strassen. Zwischendrin auch gut geteert. Sind jetzt in Kara-Balta. Von hier aus geht s morgen nach Süden in die Berge. Sonnig, nicht zu heiss. Wir haben jeder ca. 12,5 Kilo Gepäck, dazu natürlich noch 2 Liter Wasser, Brot, Äpfel, Richtung Berge wird der Essen Sack grösser.
 




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